Wer Vorurteile ablegt, kann bei der Arbeitssuche so manche Überraschung erleben

| Erfolgsgeschichten Stuttgart

Wir freuen uns sehr darüber, wenn sich unsere Kundinnen und Kunden nach ihrem Programmende bei Ingeus die Zeit nehmen, um uns zu erzählen, wie sie die Zusammenarbeit mit uns erlebt haben. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie aus den wenigen Wochen bei uns etwas mit genommen haben, dass ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg von Nutzen ist. Einen Lebensweg mit einem Ziel. Ein Ziel, dass sie durch die Gespräche mit ihren Beraterinnen und Beratern und im Austausch mit den anderen Teilnehmenden wieder- oder überhaupt erst entdeckt haben. Ein Lebensweg, zu dem eine Arbeit gehört, zu der sie gerne gehen. Die sie zufriedenstellt.

Joachim kam nicht unbedingt aus freien Stücken zu uns und begegnete unserem Team am Anfang mehr als skeptisch. Doch wenn man genauer hinsieht und seinem Gegenüber eine Chance gibt, kann man noch echte Überraschungen erleben. 

Unser Kunde Joachim erzählt mit seinen eigenen Worten

„Sehr geehrte Frau Wellmann,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin so dermaßen glücklich! Also am besten am Anfang.

2009 habe ich meine letzte feste Anstellung gehabt - als Lagerarbeiter für einen großen Logistiker. Kündigung innerhalb der Probezeit wie oft zuvor. Danach folgten Jahre mit AlG-II, Ein-Tages-Jobs und Armut ab dem 20. des Monats.

2011 - die erste Haftstrafe wegen Schwarzfahrens

Zwischenzeitlich eine Lager- und Logistik-Schulung, bei der ich vor allem lernte meine Haftstrafen im Lebenslauf so zu verpacken, dass es nicht gelogen ist.

2013 - die zweite Haftstrafe   

2017 - die letzte Haft. Danach und nach dem Krebstod meiner Mutter folgte der Wunsch selbst zu sterben oder etwas grundlegendes zu ändern. Ein 1-Euro-Job sollte der Anfang sein, die Schwäbische Tafel das Ergebnis. Zwei Tage war ich im Herbst 2017 dabei, dann war aus mehreren Gründen alles vorbei und mein Leistungsbezug sanktioniert.

Unter der Voraussetzung, dass ich mindestens zwei Wochen täglich und pünktlich an einem Bewerbungstraining bei Ingeus teilnehme sollte die Sanktion zurück genommen werden. Ich hielt unglaublicherweise durch.

Mein erster Eindruck von Ingeus war kein guter. Dieser erste Eindruck resultierte aus den Sprüchen die an vielen Wänden zu lesen sind. 

Am Infotag war ich irgendwie der letzte der einen Berater zugewiesen bekommen hatte und ich dachte schon "oh mein Gott, jetzt bekomme ich den Praktikanten der sich noch beweisen muss..." und als er mich dann begrüßte (wilder Vollbart, Punkfrisur) war mein Eindruck von Ingeus nicht der beste.

Herr Hohnecker und der Gedanke an die Sanktion bewiesen mir allerdings das Gegenteil. Ich war von seiner Art und Weise mit der er mit mir redete, mich beriet und einem seiner Workshops sehr angetan und wurde immer wieder motiviert weiter zu machen. Als mein Lebenslauf nach ca. zwei Wochen stand (auch hier den besten Dank an ihn! Ohne Herrn Hohnecker und seine unendliche Geduld wäre er heute noch nicht fertig!)  begann die Bewerbungsphase. Ich suchte wieder etwas im Logistikbereich, am besten mit PC-Hardware und wurde schnell fündig. Mehrere Firmen suchten solche Leute.

Online-Bewerbung und keine Woche später der Anruf aus der Zentrale. Erstes Vorstellungsgespräch mit Herrn X. in Stuttgart das sehr positiv verlief. Er fragte, warum ich nur zweieinhalb Monate als Produktionshelfer beim Land Baden-Württemberg tätig war und schätzte meine Ehrlichkeit als ich ihm erklärte, dass das eine Haftstrafe war. Erster Pluspunkt.

Eine Firma für Audio, Video und Veranstaltungstechnik meldete Interesse an mir, aber nachdem meine Haftstrafen bekannt wurden, war´s das. Eine weitere meldete sich, Vorstellungsgespräch folgte und man ließ mich zwei Tage zappeln.

Dann der heiß ersehnte Anruf von Herrn X. ZUSAGE.

Acht Wochen Ingeus, 3 Workshops bei Herrn Hohnecker, Herrn De Baitia u.a., drei Bewerbungen und die supergeile Motivation Ihres Teams haben mir neuen Lebensmut gegeben!

Ich bin Ingeus so unglaublich dankbar. Nach 9 Jahren Arbeitslosigkeit habe ich keinen Loserjob bekommen, sondern einen der mir Spaß macht und für einen Einsteiger mit recht gut bezahlt wird.

Anfang März unterschreibe ich den Vertrag und komme am nächsten Tag vorbei um den Gong zu schlagen - das lasse ich mir nicht entgehen!"

 

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