Ukrainische Geflüchtete unterstützten

| Öffentliche Auftraggeber

ingeus und APM helfen Ukrainerinnen und Ukrainer in Berlin 

“Menschen ein besseres Leben ermöglichen” - das ist das große Ziel aller Aktivitäten von ingeus und seiner Muttergesellschaft apm. Ganz besonders gilt dieses Motto für Menschen, die aufgrund von Kriegen ihre Heimat verloren haben und sich in der Fremde ein neues Leben aufbauen müssen. Seit Mai 2022 bietet ingeus in Berlin Reinickendorf ukrainischen Geflüchteten Rat und Unterstützung beim Ankommen in Deutschland an. Mit dem “Integration Support Service” - ein Programm, das durch die großzügige finanzielle Förderung von apm ermöglicht wird - unterstützen drei Kolleginnen und Kollegen beim Umgang mit Ämtern, bei der Suche nach Sprachkursen und Kinderbetreuungsplätzen, sowie bei der Suche nach Arbeit und bei allen anderen Fragen, die bei der Neuankunft in einem fremden Land schwierig und kompliziert sind.  

Individuelle Beratung im Integrationsprozess für Geflüchtete aus der Ukraine 

Es kommen vorwiegend geflüchtete Frauen mit Kindern aus der Ukraine, die den Neustart in Deutschland schaffen wollen. Sie sind insbesondere beim Umgang mit Ämtern verunsichert. „Aus unserer mehrjährigen Erfahrung in der Beratung von Migrantinnen und Migranten wissen wir, dass es vielen nach der Ankunft hauptsächlich an Orientierung fehlt. Dazu kommen Verständigungsprobleme aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse. Wir haben deshalb eigens für dieses Programm ein Team aus Ukrainisch/ Russisch sprechenden Beraterinnen und Beratern zusammengestellt“, sagt Niederlassungsleiterin Dr. Helena Schwarz. 

Das kommt Geflüchteten zugute, da die Vielfalt an Informationen und Hilfsangeboten schnell unübersichtlich werden kann. Sie benötigen Unterstützung, um diese für sich sinnvoll einzuordnen. Sie haben unter anderem viele Fragen zu den Themen Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnis, psychologische Hilfe und Wohnungssuche. Einige wagen sich auf den deutschen Arbeitsmarkt, andere wiederum suchen zuerst nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder wissen nicht, wie sie Familienzentren in ihrer Nähe kontaktieren können. Die Jobcoaches helfen ihnen hier weiter und begleiten sie nach Bedarf auch zu Terminen. So werden sie mit ihren Unsicherheiten und Ängsten nicht allein gelassen und sind dankbar für die kostenfreie Hilfe.  

„Helfen! – Ein Safe Space für die Menschen schaffen“ 

ingeus Coach Daria Bohoiko ist Teil des Integration-Teams und ebenfalls aus der Ukraine geflüchtet. Sie versteht sehr gut, in welcher Lage die meisten, die zu ingeus kommen, sind. Dass es diese Initiative gibt, findet sie gut und zu ihrem Auftrag sagt sie: „Helfen! – ein Safe Space für die Menschen schaffen“. Immer wieder überwältigt sie die Solidarität vieler. Der Fall einer ukrainischen Mutter ist ihr besonders in Erinnerung geblieben. Nach zahlreichen Anfragen konnte endlich einen Kitaplatz für das Kind gefunden werden. Als die Kitaleitung erfuhr, dass die Finanzierungsfrage noch nicht geklärt war, reagierte sie prompt und bewegte mit einer Rundmail die übrigen Eltern dazu, sich in jeglicher Form zu beteiligen, wodurch das Kind schnell aufgenommen werden konnte. Die ingeus-Kundin war von dem herzlichen Empfang sehr gerührt und kann bis heute ihr Glück kaum fassen. 

Menschen über alle Kanäle erreichen 

Aber nicht nur die Ukrainerinnen und Ukrainer profitieren davon, sondern auch Jobcenter und andere regionale Kooperationspartner wissen das Engagement der ingeus-Coaches zu schätzen, vor allem die wichtigen Aufgaben, die sie als so genannte Integrationslotsen übernehmen und dadurch einen reibungslosen Ablauf zwischen den einzelnen Ämtern, Behörden und Stellen ermöglichen. Zudem ist das für dieses Programm zuständige Team sehr aktiv und versucht die Menschen über verschiedene Kanäle zu erreichen. Etwa Online über die sozialen Medien oder sie sind mit einem eigenen Aktionsstand bei entsprechenden Events unterwegs. „Als wir beim Leuchtturm Ukraine waren, habe ich gefühlt acht Stunden mit den Besucherinnen und Besuchern geredet. Ich war danach erschöpft, aber glücklich, ihnen weitergeholfen zu haben“, kommentiert die Beraterin.  

 

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