Start in ein neues Leben

Erfolgsgeschichten
Start in ein neues Leben

Manchmal genügt ein kurzer Austausch zwischen zwei Menschen, um eine Kette von Ereignissen in Bewegung zu setzen, die zu einem echten Neuanfang führen. So war es auch im Fall von Mahmud, der vor fast drei Jahren nach Deutschland gekommen ist.

In seiner Heimat Syrien hatte Mahmud ein Studium der Physiotherapie begonnen. Doch der Krieg machte es ihm unmöglich, diesen Weg weiterzugehen. In Deutschland arbeitete er zunächst als Bücherhelfer – ein erster Schritt, um anzukommen. Anschließend stellte er sich einer weiteren großen Herausforderung: der Sprache. „Danach habe ich Deutsch gelernt. Das war sehr, sehr schwer. Aber jetzt ist es besser.“

Auf seinem beruflichen Weg wurde Mahmud von seinem Ingeus‑Coach Florian Stellbrink begleitet: „Der Kunde war ein Traumkunde quasi, der aber unbedingt unsere Unterstützung brauchte.“ In den gemeinsamen Gesprächen kristallisierte sich schnell ein Ziel heraus: Mahmud wollte Altenpflegehelfer werden. Eine Ausbildungsschule wurde gefunden – doch es fehlte noch der passende Ausbildungsbetrieb.

Bei Ingeus wird Zusammenarbeit im Team aktiv gelebt. Florian Stellbrink tauschte sich daher mit dem Stuttgarter Niederlassungsleiter Sierk Externbrink aus. Dieser hatte die Idee, die Keppler‑Stiftung zu kontaktieren. Nach Prüfung der Kapazitäten konnte die Stiftung Mahmud tatsächlich einen Ausbildungsplatz anbieten. Zusätzlich erhielt er eine Unterkunft, nur wenige Schritte von seiner neuen Arbeitsstelle entfernt.

Der Ausbildungsplatz im Betrieb war damit gesichert – doch dann sagte die Schule kurzfristig ihren Platz ab. Für Mahmud kein Grund aufzugeben. Der engagierte junge Mann begann dennoch bei der Keppler‑Stiftung zu arbeiten, zunächst als Hilfskraft, bis er seine Ausbildung zur Pflegekraft beginnen kann.

Inzwischen ist Mahmud ein geschätztes Mitglied des Teams. Jasmin El‑Khalil, die Pflegedienstleitung der Keppler-Stiftung vor Ort, berichtet:
„Die Bewohner fragen nach ihm, wenn er dann mal eine Zeit lang nicht da ist.“ Auch im Arbeitsalltag überzeugt er durch seine Haltung und Präsenz: „Er hat immer ein freundliches Lächeln. Total sympathisch, er sieht die Arbeit. Er ist im Team, er ist präsent. Er ist nicht jemand, der untergeht.“

Wir wünschen Mahmud für seinen weiteren Weg – beruflich wie privat – alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

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